Glücklicher Sieg für Club-Reserve. Bei bestem Fußballwetter war am Sonntag Nachmittag die U23 des 1. FC Nürnberg zu Gast am Buchauer Berg. Das letzte Hinrundenspiel in diesem Jahr begann so, wie es jeder erwartete. Nürnberg machte das Spiel und kombinierte sich immer wieder gefällig nach vorne. Pegnitz hingegen hatte Probleme ins Spiel zu kommen und ließ immer wieder gefährliche Räume offen, die Nürnberg zu nutzen wusste. So hatte der Gast gleich in den ersten zehn Minuten drei Torchancen, scheiterte aber an der sehr guten Aushilfstorhüterin Chrisi Heim, welche die im Urlaub verweilende Stammhüterin Leonie Wiemeyer ersetzte. In der zwölften Minute hatte sie allerdings keine Chance, als Nürnbergs Spielerin Lara Schmidt frei vor dem Tor auftauchte und den Ball im Tor versenkte. Äußerst ärgerlich war hierbei, dass die Stürmerin wohl im Abseits stand, was allerdings ohne Linienrichter schwer zu sehen war. Auch im nachhinein machten die Gäste mächtig Druck und spielten sich bis Minute 20 weiter munter nach vorne, zu diesem Zeitpunk waren wohl alle Zuschauer sich einig, dass es für Pegnitz schwer wird Punkte zu erzielen. Johanna Korzendorfer war es dann aber die Pegnitz wachrüttelte, als sie sich über außen durchsetzte und den Ball scharf vors Tor brachte. Jana Deinzer kam aus dem Rückraum und verpasste den Ausgleich nur knapp. Jetzt waren die Schulstädterinnen im Spiel. Zwar hatte der Club noch mehr Ballbesitz, die FC-Frauen ließen aber kaum mehr etwas anbrennen. Man machte die Räume enger, sicherte sich gegenseitig besser ab und war auch in den Zweikämpfen präsenter.In der zweiten Halbzeit entschied man sich nun dafür die Dreierkette des Gastes mit drei Stürmern anzulaufen, was Nürnberg deutlich mehr Probleme bereitete, da sie ihr Spiel nicht mehr gewohnt aufbauen konnte. In den Zweikämpfen war Pegnitz nun stärker, sodass sich ein Spiel mit zwei gleichwertigen Teams entwickelte, welches sich vorwiegend im Mittelfeld abspielte. Wenn Nürnberg mal in der Nähe des Pegnitzer 16ers war, wurden sie entweder von der vielbeinigen Abwehr oder von Chrisi Heim gestoppt. Pegnitz setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne. Die beste Chance hatte dabei Nadine Kolb, sie brachte aber nicht genug Wucht hinter die Kugel um Laura Lücker im Tor von Nürnberg Probleme zu bereiten. Besser machte es dann in der 88. Minute Jojo Korzendorfer, die den Ball kurz nach der Mittellinie bekam und in den 16er zog. Von niemanden angegriffen schoss sie den Ball ins lange Eck in den Winkel. Nur eine Minute später hatte Leonie Küster sogar die Chance den Spielstand zu drehen, der Ball rollte aber knapp am Tor vorbei. Dass wenn es schlecht läuft auch noch Pech hinzu kommt bewieß die Nachspielzeit. Die eingewechselte Leanna Wunsch bekam 20 Meter vor dem Tor völlig freistehend den Ball und konnte sich das Eck aussuchen. Der Grund warum sie kurz vor Schluss so alleine stand war, dass siemindestens vier Meter im Abseits stand. Die bis dahin gute Schiedsrichterin Sabrina Braun, war aber als einzige der Spielerinnen, Trainer und Zuschauer am Buchauer Berg der Meinung, dass das nicht der Fall war und der selbst von der Torschützin erwartete Pfiff blieb aus. Damit konnte der Tabellenzweite doch noch die drei Punkte mit nach Hause nehmen, wobei nach dem Spielverlauf ein Unentschieden mehr als nur gerecht gewesen wäre. Vor allem deswegen, da beide Tore des Gastes aus Abseitsposition gefallen sind. So verabschieden sich die Damen vom FC nach großem Kampf in die Winterpause.